Vermittelt: Gnadenhof-Hase Amy
erhalten am 11. Mai 2004von Caro
Abgegeben wurde ich, weil ich die Kinder der Familie gebissen hatte. Jedoch muss ich auch ehrlich sagen, dass die Kinder mich ziemlich oft geärgert haben, solange bis ich irgendwann nur noch einen Ausweg gesehen habe mich zu wehren: Zubeißen.
So bin ich also auf dem Gnadenhof gelandet.
Ich bin übrigens ganz weiß,
habe aber schwarze Ohren und schwarze Ringe um die Augen. Meine zwei neuen
Möhrenspender sagen manchmal, dass ich aussehen würde wie eine kleine
Hexe... aber das kann ich natürlich überhaupt nicht verstehen!
Nachdem ich schon eine ganze Weile auf dem Gnadenhof gelebt habe, kam
plötzlich Leben in unsere Hütte. Mein Käfig wurde rausgetragen und in
einem Kofferraum verstaut. Zwei Menschen redeten dabei ganz nett und
beruhigend auf mich ein, aber ganz ehrlich: Ich hatte ziemlich große Angst.
Dann war ich plötzlich auf einem Balkon mit einem Hasenhaus aus Holz und ganz viel Platz. Außerdem wurde ich hier auch auf den Namen Amy getauft. Zuerst wollte ich gar nicht aus meinem Haus herauskommen, aber irgendwann hat dann doch die Neugier gesiegt und ich habe angefangen, mein neues Zuhause zu beschnuppern. Der Balkon war herrlich groß, es gab eine Korkröhre zum Durchkriechen und herrlichen Sonnenschein! Und jede Menge Karotten!
Überhaupt bin ich ganz verrückt nach Grünzeug und allem anderen Essbaren
(die ein odere andere Rose war da auch schon mal dabei...) Die Zwei, bei
denen ich jetzt wohne, haben das ganz schön ausgenutzt, aber was tut man nicht
alles für ein leckeres Stück Apfel. Jedoch anfassen lassen habe ich
mich trotz allem nicht! Jedesmal, wenn jemand in meinen Käfig gefasst hat,
habe ich wild geknurrt und gefaucht. Aber irgendwie haben die Zwei sich nicht
abschrecken lassen... Sie haben mich einfach fauchen lassen. Außerdem
haben die mich gar nicht richtig beachtet, wenn ich auf dem Balkon
rumgehoppelt bin. Und das, obwohl ich mir wirklich große Mühe mit dem Fauchen und Knurren gegeben habe!! Ich musste sie deshalb doch mal ein bisschen
näher beschnuppern... und sie haben mir überhaupt nichts getan.
Also habe ich mich ein bisschen auf der Nase kraulen lassen und das haben die wirklich fein gemacht. Also bin ich gleich nochmal hin, und habe denen meine Nase
demonstrativ entgegen gehalten. Und es hat funktioniert! Wenn ich keine
Lust mehr auf Kraulen hatte, haben sie mich einfach davon hoppeln lassen. Tja
und so habe ich dann festgestellt, dass kraulen lassen eigentlich was ganz
Schönes ist.
Nach vier Wochen war es aber plötzlich vorbei mit meiner Ruhe hier...
Plötzlich saß da ein kleiner schwarz-weißer Hasenjunge nebenan. Durch
ganz viel Zaun von mir getrennt... die haben immer gesagt, er sei noch nicht
kastriert... Was auch immer das sein mag... Mir wurde das fünf Monate
alte schwarz-weiße Fellbündel als Ted vorgestellt. Nach langen sechs Wochen
im Hochsicherheitstrakt (aus dem speziell Ted immer wieder erfolgreich
ausgebrochen ist... hihihihi) durften wir uns das erste Mal ohne Zäune
beschnuppern. Also eins kann ich euch sagen: Manieren hatte dieser
ungehobelte Kerl ja wirklich nicht! Seine Annäherungsversuche waren ganz
schön stürmisch und gingen mir bei unserem ersten Date doch entschieden
zu weit. Deshalb habe ich ihn auch ein paar Mal ganz ordentlich in den
Hintern gezwickt. Aber er hat dann ziemlich schnell kapiert, wer hier der Chef, oder
besser die Chefin auf dem Balkon ist!
An Frechheit ist Ted nicht zu überbieten. Der geht sogar in die Wohnung
und buddelt in den Blumentöpfen, wenn die Zwei mal nicht aufpassen. Ich
bleib lieber auf dem Balkon und sitze so lange erwartungsvoll vor der
Balkontür, bis diese aufgeht und ich etwas zu futtern bekomme! Ansonsten ist es hier hasig gut. Wir haben ganz viel Platz zum Hoppeln und Haken schlagen.
Und wir können uns die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. In den nächsten Wochen sollen wir sogar ein neues Hasenhaus bekommen. Wir schlafen zwar lieber auf der Bank oder auf den Balkonstühlen aber wir sind schon ganz gespannt!
Uns geht es also hasenmäßig gut! Das kann man glaube ich auf den Fotos
ganz gut sehen, oder? So haben wir jede Menge Zeit, uns neue Dummheiten
einfallen zu lassen... und ich muss sagen, darin sind wir ziemlich gut!!
Zum Schluss muss ich noch loswerden, dass ich mir wünsche, dass alle
anderen Hasen vom Gnadenhof auch so viel Glück haben wie ich! Schaut doch mal
rein bei den zu vermittelnden Tieren. Da ist bestimmt auch ein Langohr für
Euch dabei!! Aber eines weiß ich heute auch genau: So alleine im Käfig zu
sitzen macht nicht viel Spaß! Mit einem kleinen Kameraden an unserer Seite
fühlen wir uns doch sehr viel wohler! Da kann man sich so herrlich aneinander
kuscheln und sich gegenseitig das Fell kraulen...
Eine ganz lieben Hasengruß sendet Euch Amy!
Hier noch ein paar Bilder von meinen Süßen:
![]() |
![]() |
| Amy in Pose | Amy ganz entspannt |
![]() |
![]() |
| Ted in Pose | Ted ganz aufmerksam |
![]() |
![]() |
| Wir mögen uns | Amy und Ted kuscheln |






